Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi will am 6. Oktober seine Amtskollegen treffen. Das schlug er am Freitag nach einer Kabinettsitzung in Rom vor, bei der es um den Abbau bürokratischer Investitionshürden ging. Geringe Investitionen stünden einer Konjunkturerholung im Weg, sagte Renzi weiter. «Die Situation in Europa ist wirklich besorgniserregend.»

Italien hält derzeit turnusgemäss die EU-Ratspräsidentschaft. Renzi reagierte mit seiner Terminankündigung für einen Krisengipfel auf Forderungen von Frankreichs Präsident Francois Hollande, der zu mehr Engagement für Wachstum in Europa aufgerufen hatte. Am Freitag beklagte Hollande einen zu hohen Euro-Kurs und eine zu niedrige Inflationsrate in der Währungsgemeinschaft. Die bereits umgesetzten wachstumsfördernden Reformen in Frankreich «können nicht wirken, wenn nicht auch der Rest Europas mobilisiert wird», sagte Hollande.

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 Eher eine Eintrübung der Konjunktur

Im Frühjahr ist die Wirtschaft in der Euro-Zone wegen der Flaute in den drei grössten Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien nicht vom Fleck gekommen. Neue Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung in der gesamten Euro-Zone gebe es noch nicht. «Aber es ist ja kein Geheimnis, dass wir eher eine Eintrübung der Konjunktur sehen», sagte kürzlich EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny.

(reuters/se)