Das gerade aus einer schlimmen Wirtschaftskrise steuernde Euroland Spanien hat sich frisches Geld fast zum Nulltarif geliehen. Bei der Ausgabe von dreimonatigen Schatzwechseln im Gesamtwert von 1,106 Milliarden Euro sank die Rendite am Dienstag im Schnitt auf das Rekordtief von 0,035 Prozent.

Ausserdem seien Papiere mit einer Laufzeit von neun Monaten im Wert von 2,395 Milliarden Euro zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,115 Prozent platziert worden, teilte die Zentralbank in Madrid mit.

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Ziel leicht übertroffen

Bei den letzten vergleichbaren Auktionen hatten die Renditen am 22. Juli noch bei jeweils 0,127 sowie bei 0,205 Prozent gelegen. Insgesamt spülten die zwei Versteigerungen 3,5 Milliarden Euro in die Staatskasse. Das Einnahmeziel sei damit leicht übertroffen worden, hiess es.

Die Staatsschulden der viertgrösste Wirtschaft Europas hatten zuletzt erstmals die Schwelle von einer Billion Euro überschritten. Die Verbindlichkeiten kletterten im Juni um 30,3 Milliarden auf den Rekordbetrag von 1,007 Billionen Euro. Dies entspricht etwa 98,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

(sda/dbe)