Die Bonität Spaniens bei der Ratingagentur Standard & Poor's bleibt unter Druck. Der Ausblick für die Kreditnote sei nach wie vor negativ, teilte S&P mit. Damit droht dem Euro-Krisenland weiter eine Abstufung in den Ramsch-Bereich, der spekulative Anlagen kennzeichnen soll. S&P bewertet Spanien mit «BBB-», was nur eine Stufe über dem sogenannten «Non-Investment-Grade» liegt. Die Note wurde bestätigt.

S&P begründet seine skeptische Haltung mit der Gefahr, dass der politische Reformwille erlahmen könnte. Ausserdem sei die Lage der öffentlichen Haushalte angespannt. Die mittelfristigen Wachstumsaussichten beurteilt die Agentur schwach, unter anderem wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem schwachen Immobilienmarkt. Im laufenden Jahr werde die spanische Wirtschaft voraussichtlich um 1,5 Prozent schrumpfen. 2014 dürfte sie sich leicht erholen und um 0,6 Prozent wachsen.

(muv/jev/awp)