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Aufschwung
Spanien kommt immer besser auf Touren

Skyline von Madrid: Spanien wuchs in diesem Jahr bisher kräftig. Bloomberg

Von Spaniens Krise ist 2015 zumindest bezüglich Wachstum kaum mehr etwas zu spüren. Im ersten Halbjahr wuchs das Land viel stärker als erwartet. Doch es gibt noch immer einige Risiken.

Veröffentlicht am 24.06.2015

Im früheren Krisenland Spanien kommt die Wirtschaft immer mehr auf Touren. Im ersten Halbjahr sei bisher ein aufs Jahr hochgerechnetes Wachstum von vier Prozent registriert worden, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Mittwoch im Parlament in Madrid.

De Guindos betonte, die seit Beginn der Krise im Jahr 2008 erlittenen Einkommensverluste könnten bis Ende 2016 wettgemacht sein, falls sich die aktuellen Prognosen bestätigen sollten. «Wer hätte das noch vor wenigen Monaten vorhergesagt?», rief der Minister vor den Abgeordneten.

Sorge vor den geplanten Parlaments-Wahlen

Bisher hatten die Behörden für 2015 in «vorsichtigen Prognosen» ein Wachstum von 2,9 Prozent vorausgesagt. Im Mai hatte de Guindos dann eine aufs Jahr hochgerechnete Wachstumsrate von 3,6 Prozent bekanntgegeben.

Damals hatte der Minister gewarnt, politische Instabilität nach den für Ende des Jahres vorgesehenen Parlaments-Wahlen sei das grösste Risiko für die viertgrösste Volkswirtschaft der Eurozone.

De Guindos will Dijsselbloem herausfordern

Der 55-Jährige de Guindos will Vorsitzender der Eurogruppe werden. Das Mandat des aktuellen Chefs Jeroen Dijsselbloem, der die Euro-Finanzminister führt, läuft Mitte Juli aus. Der Niederländer will aber erneut kandidieren.

(sda/gku/ama)

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