Spanien hat sich am Kapitalmarkt zu höheren Zinsen als zuletzt mit Geld eingedeckt. Bei der Aufstockung von Anleihen, deren Laufzeiten von 2015 bis 2020 reichten, verlangten die Anleger Renditen von 2,89 bis 5,34 Prozent.

Zuletzt hatte Spanien bei ähnlichen Auktionen lediglich 2,44 beziehungsweise 5,15 Prozent bieten müssen. Das Interesse an einigen Anleihen war niedriger als zuletzt: So überstieg die Nachfrage nach den bis 2015 laufenden Papieren das Angebot nur um das 2,4-fache. Zuletzt war eine ähnliche Auktion 5-fach überzeichnet.

Stärker nachgefragt als zuletzt waren hingegen die bis 2020 laufenden Schuldtitel mit einer Überzeichnungsquote von 3 (zuletzt 2). Insgesamt lag das Ausgabevolumen mit knapp 2,6 Milliarden Euro am unteren Ende der angestrebten Zielspanne von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro.

Spanien stemmt sich mit einem drastischen Sparhaushalt gegen die Schuldenkrise. Zuletzt hatte jedoch Ministerpräsident Mariano Rajoy in Brüssel ein Aufweichen seines kurzfristigen Defizitziels erreicht, was bei Investoren Irritationen auslöste.

2013 soll das in die Rezession abgerutschte Land aber wieder die im Maastricht-Vertrag festgelegte Obergrenze für das Staatsdefizit von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einhalten.

(tno/laf/sda)