Spanien hat insgesamt 3,077 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufgenommen, wie die spanische Notenbank mitteilt. Das war etwas mehr als geplant, denn die Nachfrage nach spanischen Anleihen blieb hoch: Insgesamt hatten Investoren dem verschuldeten EU-Staat sogar 8 Milliarden Euro angeboten.

Die Zinsen für die nur kurze Zeit laufenden spanischen Schuldenpapiere allerdings sprangen deutlich in die Höhe. Für dreimonatige Anleihen zahlt Spanien 2,362 Prozent - mehr als dreimal so viel wie bei der vorhergehenden Anleihenausgabe am 22. Mai. Für sechsmonatige Schuldpapiere muss Spanien 3,237 Prozent Zinsen zahlen, das ist fast doppelt so viel wie im Mai.

Italien nahm 3,9 Milliarden Euro neue Schulden auf - und verfehlte damit sein Ziel, 4 Milliarden Euro aufzunehmen. Für die bis 2014 laufenden Anleihen muss das Land 4,712 Prozent Zinsen zahlen, wie die italienische Notenbank mitteilte. Am 28. Mai hatte das Land noch Schuldpapiere für 4,037 Prozent ausgegeben.

Anzeige

(tno/vst/sda)