Die spanische Bad Bank zur Abwicklung fauler Immobilienkredite nimmt ihre Tätigkeit auf. Wie der staatliche Bankenrettungsfonds Frob am Donnerstag mitteilte, wurde das Institut mit einem Startkapital von 827 Millionen Euro ausgestattet.

Davon stammten 430 Millionen Euro von den Geldhäusern Santander, Caixabank, Banco Sabadell, Banco Popular sowie Kutxabank und 397 Millionen Euro vom Frob. Die Grossbank BBVA konnte von der Regierung nicht dazu bewegt werden, sich ebenfalls an dem Institut zu beteiligen.

Die Schaffung einer Bad Bank war von den EU-Partnern zur Bedingung dafür gemacht worden, dass Spanien aus Brüssel Hilfen zur Rettung maroder Banken erhielt. Das Institut soll «faule Kredite» mit einem Gesamtwert von 59 Milliarden Euro abwickeln.

Dabei handelt es sich überwiegend um Kredite für den Bau oder den Erwerb von Gebäuden und Wohnungen, die nach dem Platzen der Immobilienblase in Spanien nicht mehr zurückgezahlt werden können. Noch vor Jahresende soll das Kapital der Bad Bank unter anderem durch den Einstieg weiterer Aktionäre auf 3,8 Milliarden Euro aufgestockt werden.

(chb/sda)

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