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Standard & Poor's senkt Ausblick für Griechenland

S&P schätzt Griechenlands Wirtschaft deutlich schwächer ein, als EU und IWF das tun. (Bild: Keystone)

Standard & Poor's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf «negativ» gesenkt. Die US-Ratingagentur erwartet, dass das Land weitere Hilfen benötigt.

Veröffentlicht am 08.08.2012

Standard & Poor's (S&P) hat das Rating für Griechenland bei «CCC» belassen. Damit gelten die Anleihen des Landes als hoch spekulativ. Den Ausblick für die griechische Kreditwürdigkeit senkte die US-Ratingagentur jedoch auf «negativ».

Nach der verzögerten Umsetzung von Massnahmen zur Haushaltskonsolidierung und einer Verschlimmerung der Wirtschaftslage gehe man davon aus, dass Griechenland 2012 zusätzliche Finanzhilfen aus dem Hilfsprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) benötigen wird, hiess es in einer Erklärung.

Für den Zeitraum 2012 bis 2013 geht S&P nun von einem Schrumpfen der griechischen Wirtschaft von 10 bis 11 Prozent aus, verglichen mit den Schätzungen von EU und IWF in Höhe von 4 bis 5 Prozent.

Anfang Mai hatte S&P die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf «CCC» hochgestuft von «vorübergehenden Zahlungsausfall». Dabei war der Ausblick mit «stabil» benotet worden.

Sparpaket von 11,5 Milliarden Euro

Am Sonntag hatten die internationalen Geldgeber Griechenland Fortschritte bei den Sparbemühungen bescheinigt. In einer gemeinsamen Erklärung von Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und IWF hiess es, die Gespräche über eine Umsetzung des Sparprogramms seien produktiv verlaufen.

Es bedürfe jedoch einer stärkeren Anstrengung, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Von dem für September erwarteten Bericht der sogenannten Troika ist die nächste Auszahlung von Hilfen aus dem Rettungsprogramm abhängig. Vor einigen Tagen einigten sich die Koalitionsparteien in Athen auf ein weiteres Sparpaket von 11,5 Milliarden Euro.

(tno/muv/sda)

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