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Zahlen
Terroranschläge zerstören Frankreichs Wachstum

Gedenken in Paris: Die Terrorattacken schaden auch dem Wirtschaftswachstum. Reuters

Frankreich muss die Quartalsprognose nach den Anschlägen vom November halbieren. Die Statistiker gehen nunmehr noch von einem Miniwachstum von 0,2 Prozent aus. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Veröffentlicht am 18.12.2015

Nach den Anschlägen von Paris hat die französische Statistikbehörde Insee ihre Wachstumsprognose für das vierte Quartal 2015 halbiert. In ihrem Wirtschaftsausblick geht die Behörde für die letzten drei Monate des Jahres nur noch von einem Wachstum von 0,2 Prozent aus. Bislang rechneten die Statistiker mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,4 Prozent. An seiner Prognose für das Wachstum für das gesamte Jahr 2015 von 1,1 Prozent hielt das Statistikamt aber fest.

Die Senkung der Wachstumsprognose für das letzte Quartal ist in erster Linie Folge der Anschläge vom 13. November mit 130 Toten. Die Attentate hatten Auswirkungen auf Restaurants und Hotels, Freizeitangebote und die Reisebranche. Vor zehn Tagen hatte bereits die französische Zentralbank wegen der Anschläge ihre Wachstumsprognose für die Monate Oktober bis Dezember gesenkt.

Nächstes Jahr besser erwartet

Der Statistikbehörde Insee zufolge dürfte das Wirtschaftswachstum zu Beginn des kommenden Jahres wieder anziehen - für das erste Quartal 2016 wird ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Dadurch dürften auch mehr Jobs geschaffen werden, bis zur Jahresmitte dürfte die Zahl der Arbeitslosen leicht sinken.

Frankreich leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit: Nach Zahlen des Arbeitsministeriums sind fast 3,6 Millionen Franzosen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt bei mehr als zehn Prozent.

(sda/gku)

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