Die Konsumentenpreise in der Euro-Zone stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Dies teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Experten hatten mit einem Plus von 2,8 Prozent gerechnet.

Im April hatte die Inflationsrate bei 2,8 Prozent gelegen. Vor allem die teurere Energie und höhere Nahrungsmittelpreise waren zuletzt Grund für die wieder stärker steigenden Lebenshaltungskosten.

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Damit liegt die Inflation trotz des jüngsten Rückgangs weiterhin über der Zielmarke der EZB: Stabile Preise sieht die Notenbank mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland liegt die entsprechende Rate für den europäischen Vergleich bei 2,4 Prozent.

Die EZB entscheidet in der kommenden Woche das nächste Mal über den Leitzins für die Euro-Zone. Analysten gehen davon aus, dass die Währungshüter den Zinssatz nicht antasten, aber ein Signal für eine weitere Erhöhung im Sommer geben. Im April hatte die EZB den Leitzins für die Euro-Zone erstmals seit rund drei Jahren wieder erhöht und damit den Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik eingeleitet.

(cms/laf/sda)