Ein Sparprogramm auch für Zypern könnte bald stehen. Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) haben heute Gespräche mit der zypriotischen Regierung darüber aufgenommen.

Wie es aus Kreisen der Finanzministeriums in der Inselhauptstadt Nikosia hiess, sollen die Gespräche mehrere Tage dauern. Ziel sei ein Abkommen über einen Kredit für Zypern.

Die Regierung der Mittelmeerinsel hatte Ende Juni einen Antrag für ein Hilfspaket gestellt. Zur Höhe ist offiziell noch nichts bekannt, in Nikosia ist aber von mindestens 10 Milliarden Euro die Rede.

Die sogenannte «Troika» der EU, des IWF und der EZB hat bereits den Finanzbedarf des Mittelmeerstaates im Sommer sondiert. Anschliessend waren die Experten abgereist, um der Regierung in Nikosia Zeit zu geben, intern darüber zu beraten. Zyprische Medien gehen davon aus, dass das Sparprogramm für Zypern bis Mitte Dezember stehen könnte.

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Die EU-Kommission hatte Zypern bereits Ende Mai aufgefordert, unter anderem sein ausuferndes Haushaltsdefizit zu reduzieren und seine Banken stärker zu beaufsichtigen. Zudem verlangte Brüssel Reformen im Gesundheitssektor und am Arbeitsmarkt. Die Republik Zypern ist die drittkleinste Volkswirtschaft im Währungsraum.

(jev/aho/sda)