1. Home
  2. Konjunktur
  3. Trotz S&P-Warnung: Italien refinanziert sich problemlos

Trotz S&P-Warnung: Italien refinanziert sich problemlos

Italien und die Eurokrise: Bisher klappt die Finanzierung problemlos. (Bild: Keystone)

Nicht jede Drohung einer Ratingagentur stürzt ein Land gleich ins Unglück: Italien hat sich trotz der angedrohten Herabstufung durch Standard & Poor's am Markt ohne Probleme refinanziert können. Mit z

Veröffentlicht am 26.05.2011

Mit zwei Auktionen kurz- und mittelfristiger Anleihen hat der italienische Staat insgesamt zehn Milliarden Euro aufgenommen, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Bei einer robusten Nachfrage waren die Renditen sogar rückläufig. Experten sprachen von einer gut verlaufenen Auktion.

Ein sechsmonatiges Geldpapier brachte dem italienischen Staat acht Milliarden Euro ein. Die Rendite sank im Vergleich zu einer Auktion im April geringfügig von 1,66 auf 1,65 Prozent. Zugleich stieg die Nachfrage. Das Papier war 1,7-fach überzeichnet, nach einer Überzeichnung von 1,4 im April.

Ein noch günstigeres Bild ergibt sich bei dem zweijährigen Papier: Auch hier stieg die Nachfrage von 1,4 im April auf 1,7. Die Rendite ging deutlich von 3,04 Prozent auf 2,85 Prozent zurück. Die Grossbank UniCredit sprach von einem guten Ergebnis und einer beruhigenden Nachricht für die Investoren.

Am vergangenen Wochenende hatte die US-Agentur S&P die Kreditwürdigkeit Italiens infrage gestellt, indem sie dem Land eine Herabstufung der Bonität androhte. Die Agentur senkte den Ausblick für das Rating von stabil auf negativ. S&P nannte vor allem schwache Wachstumsaussichten und mangelnden Reformwillen als Gründe.

(tno/cms/awp)

Anzeige