Ungarns Notenbank hat die Leitzinsen abermals gesenkt und signalisiert nun eine Pause. Die Zentralbank setzte den Schlüsselzins am Dienstag auf 2,6 von zuvor 2,7 Prozent herab.

Mit 20 Zinssenkungen in Folge sei die Geldpolitik ihrem Ziel nunmehr beträchtlich näher gekommen, mittelfristig für stabile Preise zu sorgen und zugleich die Wirtschaft angemessen anzukurbeln.

Kaum noch Spielraum vorhanden

Falls sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten deutlich verschlechtere, bestehe wohl kaum noch Spielraum für weitere Zinssenkungen, hiess es weiter. Die Investoren zeigten sich unbeeindruckt von der Zinssenkung: Der Kurs der Landeswährung Forint blieb zum Dollar weitgehend unverändert.

Notenbankgouverneur György Matolcsy gilt als Anhänger einer lockeren Geldpolitik und enger Vertrauter von Ministerpräsident Viktor Orban. Die Kosten für Zentralbankgeld haben sich in Ungarn seit August 2012 deutlich verringert: Damals lag der Leitzins noch bei 7,0 Prozent.

(sda/vst)