Nach dem Rekordtief im Juni steigt das Verbrauchervertrauen der Franzosen wieder etwas. Das entsprechende Barometer kletterte im Juli überraschend um 3 auf 82 Punkte, wie die Statistikbehörde Insee in Paris mitteilte. Es erreichte damit zwar den höchsten Stand seit drei Monaten, liegt aber immer noch deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt von 100 Zählern. 

Ökonomen bezweifeln, dass die bessere Stimmung zu steigenden Konsumausgaben führt. «Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit und einer strengeren Fiskalpolitik gehen wir nicht davon aus, dass der Konsum deutlich anzieht», sagte Diego Iscaro von IHS Global Insight.

Zuletzt hatten sich die Signale verstärkt, dass Frankreich aus der Rezession kommt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte im Juni auf den höchsten Stand seit knapp anderthalb Jahren. Ende 2012 und Anfang 2013 war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone um jeweils 0,2 Prozent geschrumpft. Im zweiten Quartal könnte wieder ein kleines Plus herausspringen. 

(tno/reuters)