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Prekär
Viele Griechen finden nur noch Teilzeitjobs

Arbeiter in Ptolemaida: Viele Angestellte sind in einer schlechten Situation. Keystone

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist immer noch hoch. Doch auch wer einen Job hat, kann nicht unbedingt davon leben. Teilzeitarbeit greift im ganzen Land um sich.

Veröffentlicht am 20.10.2016

Immer mehr griechische Unternehmen stellen Menschen ein, die nur teilzeit oder nur einige Tage in der Woche arbeiten. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden gut 1,6 Millionen neue Arbeitsstellen geschaffen. Vollbeschäftigt sind davon nur rund 47 Prozent.

Der Rest der Menschen wird nur teilzeit angestellt. Dies berichtete am Donnerstag die konservative Athener Zeitung «Kathimerini» unter Berufung auf die unabhängige griechische Beschäftigungsagentur «Ergani». Die Folgen seien auch für die Rentenkassen des Landes dramatisch.

Üble Ausbeutung

Wer den Mindestlohn von monatlich 586 Euro erhält, geht netto mit 492 Euro nach Hause. Für vier Tage Beschäftigung in der Woche erhalte ein Arbeitnehmer 420 Euro netto. In vielen Fällen werden die Arbeitnehmer demnach zwar als Teilzeitbeschäftigte gemeldet, sie müssen aber unter der Androhung, entlassen zu werden, dennoch den ganzen Tag arbeiten.

Nach Angaben der grössten staatlichen Rentenkasse verdienen rund 500'000 griechische Arbeitnehmer wegen dieser flexiblen Arbeitsregelungen monatlich netto nur noch 360 Euro. Die Einnahmen der Rentenkassen sind demnach dramatisch gesunken. Die Arbeitslosenquote in Griechenland beträgt zurzeit gut 23 Prozent.

(sda/gku/me)

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