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Weissrussland sucht nach Geldgebern

Weissrusslands umstrittener Präsident Alexander Lukaschenko. (Bild: Keystone)

Die vor dem Staatsbankrott stehende Republik Weissrussland hofft auf einen Milliardenkredit aus Moskau. Auch beim IWF erwägt das Land einen Antrag. Die EU würde helfen - aber nur unter ganz bestimmten

Veröffentlicht am 18.05.2011

Weissrussland sucht nach Kreditgebern. Die frühere Sowjetrepublik benötige mittelfristig eine Tranche von mindestens drei Milliarden Dollar, wie Regierungschef Michail Mjasnikowitsch mitteilte.

Nach Medienberichten verhandelt die autoritäre Führung ausser mit Russland auch mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). "Ich schliesse einen Antrag beim IWF nicht aus", sagte Mjasnikowitsch nach einem Treffen mit dem umstrittenen weissrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko in der Hauptstadt Minsk.

Moskau hat bereits für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Weissrussland einen Kredit von sechs Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im Gegenzug zeigt Russland Interesse an Anteilen am weissrussischen Energieversorgers Beltransgaz (Beltransgas).

Berichte über Devisen- und Lebensmittelknappheit in Weissrussland reissen indes nicht ab. Der seit mehr als 16 Jahren mit harter Hand regierende Lukaschenko, den Gegner als "letzten Diktator Europas" bezeichnen, nannte dies ein "Gerücht, dessen Urheber bestraft werden" müssten.

Das Regime geht derzeit erneut gegen Kritiker vor und verhängte zuletzt lange Haftstrafen. Die EU hatte drei Milliarden Euro in Aussicht gestellt, sollte Minsk einen demokratischen Wandel einleiten.

(laf/tno/awp)

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