Weissrussland hat seine Währung zum zweiten Mal binnen weniger Tage abgewertet. Die Zentralbank in Minsk senkte den Wechselkurs des heimischen Rubel zum Dollar um 7,5 Prozent. Mit dem am Freitag wirksamen Schritt reagiert das Land erneut auf den rasanten Verfall des russischen Rubel.

Erst am Montag war die weissrussische Landeswährung um rund 7 Prozent abgewertet worden. Das Land will sich so davor schützen, dass die Turbulenzen an den Finanzmärkten in Moskau überschwappen.

Mehr als die Hälfte der Exporte nach Russland

Im vergangenen Jahr hat die russische Währung zum Dollar 40 Prozent an Wert verloren. Russland leidet stark unter dem Ölpreisverfall. Auch die wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen des Westens machen dem Land zu schaffen.

Am Vormittag stabilisierte sich der Kurs des russischen Rubel zum Dollar und Euro vorübergehend, während sich der Ölpreis etwas erholte. Für viele Staaten der früheren Sowjetunion wie etwa Weissrussland ist Russland der wichtigste Handelspartner. Mehr als die Hälfte der weissrussischen Exporte geht nach Russland.

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Der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Dezember verlangt, den Handel mit Russland künftig in Euro oder Dollar abzuwickeln.

(sda/tno/ama)