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Konjunktur

Wenig Erfreuliches aus der Euro-Zone

Höchste Inflation seit zweieinhalb Jahren, unverändert hohe Arbeitslosigkeit und eine eingetrübte Wirtschaftsstimmung: Die jüngsten Daten aus der Euro-Zone sind wenig erfreulich. Vor allem die Inflati

Veröffentlicht am 29.04.2011

Die Inflation in der Euro-Zone hat im April kräftig zugelegt: Die Konsumentenpreise zogen um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte.

Das ist der stärkste Preisanstieg seit Oktober 2008: Damals verteuerte sich das Leben in den Euro-Staaten um 3,2 Prozent. Experten hatten für April mit einem Plus von 2,7 Prozent gerechnet, im März hatte die Rate bei 2,7 Prozent gelegen.

Stabile Preise sieht die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die EZB hatte im März erstmals seit drei Jahren den Leitzins erhöht und das mit der anziehenden Teuerung begründet. Für die nächste Zinssitzung in der kommenden Woche rechnen Analysten aber damit, dass die Notenbank stillhält. Die meisten Experten erwarten die nächste Zinserhöhung erst im Juli.

Mehr als 15 Millionen Arbeitslose

Die Arbeitslosenquote ist im Euroraum im März stabil geblieben, bleibt aber mit 9,9 Prozent relativ hoch. Gemäss Schätzungen von Eurostat beläuft sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Euroraum auf knapp 15,6 Millionen Menschen. Das sind nur gerade 9000 weniger als im Februar.

Auch bei der Wirtschaftsstimmung ging es bergab: Der Economic Sentiment Index fiel nach Angaben der Europäischen Kommission im April von 107,3 auf noch 106,2 Punkte. Der Rückgang fällt damit stärker aus als von Ökonomen erwartet. Diese hatten mit 107,0 Punkten gerechnet.

(cms/tno/awp/sda)

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