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Krise
Wirtschaft der Ukraine in tiefster Krise

Frau hinter gefrorener Bus-Scheibe: Die Ukraine leidet.   Keystone

Seit dem Zweiten Weltkrieg musste die Ukraine nicht mehr so unten durch. Das Bruttoinlandprodukt schrumpfte 2014 um 7,5 Prozent. Die Inflation steigt.

Veröffentlicht am 30.12.2014

Die ukrainische Wirtschaft ist in diesem Jahr nach Angaben der Zentralbank um 7,5 Prozent geschrumpft. «So ein schwieriges Jahr hat unser Land mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt», sagte Notenbankchefin Walerija Gontarewa am Dienstag. Die Inflationsrate habe Ende November im Jahresvergleich 21 Prozent betragen.

Die ukrainische Wirtschaft leidet enorm unter dem Konflikt im Osten des Landes, wo sich seit dem Frühjahr Regierungstruppen und prorussische Rebellen heftige Gefechte liefern. Die Devisenreserven des Landes sind um mehr als die Hälfte zusammengeschmolzen und betragen erstmals seit fünf Jahren weniger als zehn Milliarden Dollar.

Parlament verabschiedet Sparpaket

Hintergrund ist der Versuch, die ukrainische Währung zu stützen. Die Hrywnja hat seit Jahresbeginn deutlich an Wert verloren. Am Dienstagmorgen mussten für einen Dollar 15,82 Hrywnja bezahlt werden - zu Jahresbeginn waren es nur 8,24 Hrywnja.

Um den Staatshaushalt zu stabilisieren, verabschiedete das Parlament in Kiew zudem ein Sparpaket, das unter anderem höhere Importzölle, Kürzungen der Sozialausgaben und eine Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung vorsieht. Die Ausgaben für die Armee sollen allerdings deutlich steigen. Ziel des Sparhaushaltes ist es auch, die Auszahlung weiterer Kredittranchen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) ermöglichen.

2015 soll es wieder aufwärts gehen

Trotz der dramatischen Zahlen wagte Zentralbankerin Gontarewa einen positiven Ausblick: «Ich denke, dass nie wieder passieren wird, was wir dieses Jahr erlebt haben», sagte sie. «Ohne Frage blicken wir optimistisch auf 2015.»

(sda/se/dbe)

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