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Boom
Zentralbank fürchtet sich vor Immobiliencrash

Haus im Londoner Quartier Chelsea: Teuer, teurer, am teuersten.   Foxtons

Die Immobilienpreise klettern in Grossbritannien so kräftig wie seit 27 Jahren nicht mehr. Das bereitet der Bank of England Sorgen. Höhere Zinsen könnten ein Gegenmittel sein.

Veröffentlicht am 03.07.2014

Höhere Leitzinsen sind nach Einschätzung der britischen Notenbank das letzte Mittel gegen eine Preisblase auf dem Immobilienmarkt. Das sagte der Chefökonom der Bank von England, Andy Haldane, in London. Die Häuserpreise auf der Insel sind vergangenes Jahr um fast zwölf Prozent geklettert, in London sogar um mehr als ein Viertel – dort ist es der grösste Zuwachs seit dem Börsen-Crash 1987.

Die Notenbank hatte zuletzt Massnahmen angekündigt, um das Tempo zu verlangsamen. So sollen ab Oktober für den Grossteil der Hypotheken Obergrenzen gelten, die an das Einkommen der Käufer gekoppelt sind. Dennoch glauben manche Experten, dass das starke Wirtschaftswachstum in Grossbritannien zusammen mit den steigenden Häuserpreisen die Bank von England bereits dieses Jahr zur Zinswende zwingen könnte. Noch liegen die Leitzinsen auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent.

(reuters/se/moh)

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