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Zinsen italienischer Staatsanleihen über 7 Prozent

Das Parlament bei der für Berlusconi folgenschweren Debatte. (Bild: Keystone)

Von Erleichterung keine Spur: Trotz des angekündigten Rücktritts von Silvio Berlusconi klettern die Zinsen für italienische Staatsanleihen über die kritische Marke von 7 Prozent.

Veröffentlicht am 09.11.2011

Die Rücktrittsankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat am Mittwoch keine beruhigende Wirkung auf die Märkte gezeigt. Die Renditen italienischer Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit sind erstmals auf über 7 Prozent gestiegen.

Griechenland, Irland und Portugal mussten bei diesem Renditeniveau unter den Rettungsschirm schlüpfen. Die Risikoaufschläge zu deutschen Staatsanleihen stiegen dementsprechend auf neue Rekordstände von deutlich über fünf Prozentpunkten: Deutschland muss aktuell für zehnjährige Staatstitel lediglich 1,78 Prozent bieten.

Berlusconi versprach am Dienstagabend, dass er zurücktreten werde, sobald das Parlament die von der Europäischen Union verlangten wirtschaftlichen Reformen beschlossen habe. Am Mittwoch bestätigte er, dass er sich nicht um eine neue Amtszeit bewerben werde.

Es wird einige Wochen dauern, bis die Reformen beide Häuser des Parlaments passiert haben werden. Sobald Berlusconi geht, muss Staatspräsident Giorgio Napolitano Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung aufnehmen.

(rcv/sda)

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