Das zyprische Fernsehen berichtete am Abend, dass diese Abgabe eine Zwangsabgabe von 15 Prozent auf Bankguthaben von mehr als 100'000 Euro zum jüngsten Konzept der Regierung in Nikosia gehören soll, um den in der kommenden Woche drohenden Bankrott zu vermeiden. «Spiegel Online» berichtet unter Berufung auf griechischen Medienberichten nsogar von bis zu 16 Prozent.

Die deutsche Nachrichtenagentur DPA erfuhr dagegen aus Kreisen eines regierungsnahen Abgeordneten, dass sollen Geldeinlagen von mehr als 100'000 Euro mit bis zu 7 Prozent belastet werden sollen. Guthaben unter dieser Grenze sollen demnach nicht betroffen sein. Die Vertreter der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds hätten dies mit Staatspräsident Nikos Anastasiades erörtert. 

Das zyprische Parlament hatte am Dienstag einen Plan abgelehnt, der eine Zwangsabgabe auf alle Bankguthaben vorsah. Präsident Nikos Anastasiades bereitete die Bevölkerung heute nun auf schmerzhafte Schritte vor. «Das Parlament wird bald gebeten werden, schwierige Entscheidungen zu treffen», twitterte der Präsident. «Einige Aspekte werden schmerzhaft sein, aber das Land muss gerettet werden». 

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Die möglicherweise entscheidende Sitzung des zyprischen Parlaments verzögerte sich. Nach Rundfunkberichten sollte die Debatte um 19 Uhr beginnen. «Das kann noch lange dauern», sagte ein Abgeordneter. 

(tno/sda/awp)