Im Euroraum hat sich die Arbeitslosigkeit im April von hohem Niveau aus leicht verringert. Im Vergleich zum Vormonat sei die Arbeitslosenquote von 11,8 auf 11,7 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Volkswirte hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet. Seit Beginn des Jahres lag die Quote bei 11,8 Prozent. Im vergangenen September hatte sie ein Rekordhoch bei 12,0 Prozent erreicht.

Im April habe die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung um 76 000 zum Vormonat abgenommen, teilte Eurostat weiter mit. Verglichen mit einem Jahr zuvor waren 487 000 Personen weniger arbeitslos. Mit insgesamt 18,751 Millionen Menschen blieb die Arbeitslosigkeit im Währungsraum aber nach wie vor hoch.

Griechen am stärksten betroffen

Am höchsten ist die Erwerbslosigkeit weiterhin in Griechenland und Spanien. In Spanien lag die Arbeitslosenquote im April laut Eurostat bei 25,1 Prozent. In Griechenland wurde im Februar eine Quote von 26,5 Prozent verzeichnet, aktuellere Daten sind dort noch nicht verfügbar. Dagegen wiesen Österreich und Deutschland mit 4,9 beziehungsweise 5,2 Prozent die geringsten Quoten aus.

Im gesamten Euroraum bleibt die Jugendarbeitslosigkeit eines der drängendsten Probleme. Mit durchschnittlich 23,5 Prozent ist der Statistik zufolge fast jeder Vierte unter 25 Jahren erwerbslos. Die höchsten Quoten meldeten hier ebenfalls Griechenland und Spanien mit jeweils über 50 Prozent.

(awp/chb)

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