Die Inflation im Euroraum hat im Juni wie erwartet auf ungewöhnlich niedrigem Niveau verharrt. Die Jahresrate der Teuerung stand unverändert zum Vormonat bei 0,5 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in Brüssel nach einer ersten Schätzung mitteilte.

Einen überraschenden Anstieg von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,8 Prozent im Juni gab es hingegen bei der sogenannten Kernrate, die stark schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert.

Anstieg könnte EZB entlasten

Die Kernrate gilt als aussagekräftig für den langfristigen Inflationstrend und wird deshalb stärker von der Europäischen Zentralbank (EZB) beobachtet. Der unerwartete Anstieg könnte Druck von der EZB nehmen, die Geldpolitik weiter zu lockern.

(sda/dbe)