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Eurozone kann griechische Schwäche auffangen

Eurozone: Spanien zog an, Griechenland bremste aus. Keystone

Im letzten Quartal 2016 legte die Wirtschaft der Eurozone leicht zu. Im Gesamtjahr soll sie gar stärker gewachsen sein als die USA. Dieses Jahr erwartet die EU-Kommission von einem Land ein Comeback.

Veröffentlicht am 14.02.2017

Die Wirtschaft in der Eurozone hat Ende 2016 ihr Wachstumstempo gehalten. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember zum Vorquartal um 0,4 Prozent zu.

Das teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten mit. In einer ersten groben Schnellschätzung war noch von 0,5 Prozent die Rede. Im Sommer hatte es ebenfalls einen Zuwachs von 0,4 Prozent gegeben.

Spanien vs. Griechenland

In Deutschland legte das BIP Ende 2016 ebenso wie in Frankreich um 0,4 Prozent zu. Stärker zog die Wirtschaftsleistung in Spanien (plus 0,7 Prozent) an, während in Italien nur ein Miniwachstum von 0,2 Prozent heraussprang.

Die Wirtschaftsleistung im schuldengeplagten Griechenland schrumpfte dagegen um 0,4 Prozent. Noch im Sommerquartal hatte es ein kräftiges Plus von 0,9 Prozent gegeben. Die EU-Kommission traut Griechenland nach langer Krise aber ein Comeback zu. In diesem Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent und 2018 sogar um 3,1 Prozent zulegen.

Besser als die USA

Im Gesamtjahr stieg das BIP im Euroraum ersten Schätzzahlen zufolge um 1,7 Prozent. Damit ist der lange Zeit von Euro- und Finanzkrise wirtschaftlich ausgebremste Währungsraum in Sachen Wachstum sogar an den USA vorbeigezogen, deren BIP voriges Jahr nur um 1,6 Prozent zulegte.

(sda/jfr/cfr)

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