Die Teuerung im Euroraum hat sich entgegen den Erwartungen von Analysten im August nicht abgeschwächt. Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, lag die Inflationsrate wie im Vormonat bei 0,2 Prozent.

Angesichts fallender Rohstoffpreise hatten Bankvolkswirte im Schnitt einen Rückgang auf 0,1 Prozent erwartet. Nach wie vor liegt die Rate aber deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent.

Spekulationen über EZB-Geldpolitik

Eurostat zufolge hat sich im August zwar Energie deutlich um 7,1 Prozent zum Vorjahr verbilligt. Dagegen waren Nahrungsmittel und Dienstleistungen um jeweils 1,2 Prozent teurer. Industriegüter verteuerten sich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent. Die sogenannte Kerninflation (ohne stärker schwankende Güter wie Energie) lag wie im Vormonat bei 1,0 Prozent. Erwartet wurde ein leichter Rückgang.

In den vergangenen Tagen hatten sich an den Finanzmärkten Spekulationen über eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik breit gemacht. Auslöser waren vor allem stark fallende Preise zahlreicher Rohstoffe. Angeheizt wurde die Debatte durch Äusserungen von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, der die Handlungsbereitschaft der Notenbank signalisierte.

(awp/dbe/gku)

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