Die Eurozone ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als bisher bekannt. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,4 Prozent höher als im ersten Quartal. In einer ersten Schätzung hatten die Statistiker noch einen Zuwachs um lediglich 0,3 Prozent ermittelt. Zudem wurde das Wachstum im ersten Quartal zum Vorquartal von 0,4 auf 0,5 Prozent nach oben gesetzt.

Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres wuchs die Eurozone im zweiten Vierteljahr um 1,5 Prozent. Bislang hatte Eurostat eine Rate von 1,2 Prozent genannt. Auch in dieser Betrachtung wurde das Wachstum in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres von 1,0 auf 1,2 Prozent angehoben.

Privatkonsum treibt

Wachstumsimpulse kamen im zweiten Quartal vom privaten Konsum, der um 0,4 Prozent wuchs. Die Ausfuhren beflügelten das Wachstums ebenfalls, sie stiegen um 1,6 Prozent. Dagegen fielen die Investitionen der Unternehmen zurück und belasteten die Entwicklung.

In fast allen Eurostaaten legte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal zu. Einzig die zweitgrösste Euro-Volkswirtschaft Frankreich stagnierte. Die höchsten Wachstumsraten meldeten Lettland, Malta und Spanien. Auch die griechische Wirtschaft wuchs trotz des damaligen Ringens um weitere Finanzhilfen deutlich um 0,9 Prozent. Die Niederlande und Österreich kamen dagegen mit einem Plus von 0,1 Prozent kaum über Stagnation hinaus.

(awp/dbe/gku)

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