Der ehemalige Chef von UBS und CS, Oswald Grübel, ist pessimistisch für die Konjunkturentwicklung. In seiner Kolumne in der Zeitung «Der Sonntag» schreibt er: «In den nächsten fünf Jahren werden wir wenig oder kein Wachstum haben, wodurch viele Arbeitsplätze nicht mehr kreiert oder der Automation zum Opfer fallen werden.»

Der Vorteil sei immerhin, dass es in Europa und der Schweiz kaum Teuerung geben werde: «Die Gefahr einer Inflation in den nächsten Jahren halte ich für vernachlässigbar. Dafür gibt es verschiedene Gründe, aber der Hauptgrund sind die ungeheuren Staats- und Privatschulden in Europa und den USA.

Das Wissen um diese Schulden, grosse Zweifel, was das Wirtschaftswachstum in Zukunft betrifft, und das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann: All das führt zu einem restriktiven Konsumverhalten, das sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird.“ Das grössere Risiko als Inflation sei Deflation, so Grübel weiter. Der Ex-Banker schreibt wöchentlich im «Sonntag» eine Kolumne, in welcher er eine Leserfrage beantwortet.

(chb)