Das Wirtschaftsklima in der Eurozone ist nach Einschätzung des Ifo-Instituts so gut wie zuletzt Ende 2007. Die Erholung der Konjunktur dürfte in den nächsten Monate zulegen, sagte der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn.

Das von den Münchner Forschern berechnete Barometer kletterte im zweiten Quartal um 3,1 auf 123 Punkte. Die vom Ifo befragten 289 internationalen Experten bewerteten die Lage besser als zuletzt. Zudem blieb der Ausblick für die nächsten sechs Monate unverändert günstig.

Deutschland als Vorbild

Deutschland steche weiter mit einer sehr guten wirtschaftlichen Lage heraus, sagte Sinn und fügte hinzu: «In Griechenland, Italien, Portugal und Spanien lässt sich keine nennenswerte Verbesserung der derzeit katastrophalen wirtschaftlichen Verfassung feststellen.»

Eine hohe Arbeitslosigkeit, öffentliche Haushaltsdefizite und fehlende Nachfrage machten diesen Ländern nach wie vor zu schaffen. «Dennoch signalisieren die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate für den Euroraum insgesamt eine Besserung.»

(reuters/dbe/sim)