Die schockartige Franken-Aufwertung nach der Abkehr vom Euro-Mindestkurs dämpft das Wachstum im Land etwas stärker als bislang erwartet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) schreibt. Die Wirtschaftsexperten des Bundes gehen dieses Jahr nur noch von einem Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,8 Prozent aus, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Prognose hervorgeht.

Im März hatten die Ökonomen noch ein Wachstum von 0,9 Prozent veranschlagt. Im kommenden Jahr wird eine Wachstumsbeschleunigung auf 1,6 Prozent erwartet.

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Rezession bleibt aus

Die Expertengruppe geht somit weiterhin davon aus, dass sich die Schweizer Wirtschaft ohne tiefgreifende Rezession an den starken Franken anpassen kann. Allerdings sei die Konjunktur bei starken Ausschlägen der Wechselkurse weiterhin verwundbar. Derzeit seien etwa die Erfolgschancen für eine glimpfliche Lösung der Griechenlandkrise sehr ungewiss.

Die Schweizer Bundesexperten sind etwas optimistischer als andere Ökonomen. Die Experten der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) gehen in ihrer jüngst veröffentlichten Prognose dieses Jahr nur von 0,4 Prozent BIP-Zuwachs aus.

(reuters/ise/hon)