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Hoffnung
Extreme Armut unterschreitet wichtige Marke

Armut in Brasilien: Uno will extreme Armut bis 2030 ausrotten. Keystone

In diesem Jahr dürften laut Schätzungen der Weltbank erstmals weniger als 10 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut leben. Das befeuert die Hoffnung, dass die Quote noch weiter sinkt.

Veröffentlicht am 05.10.2015

Die extreme Armut in der Welt wird dieses Jahr laut der Weltbank erstmals auf unter zehn Prozent zurückgehen. Dieses Jahr würden rund 702 Millionen Menschen in extremer Armut leben - 9,6 Prozent der Weltbevölkerung.

Dies schreibt die Weltbank in einem Bericht. «Diese Hochrechnungen zeigen uns, dass wir die erste Generation in der Geschichte der Menschheit sind, die die extreme Armut beenden kann», sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

Im Jahr 1999 lebten noch 29 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut. 2012 waren es noch 13 Prozent oder 902 Millionen Menschen.

Dynamische wirtschaftliche Entwicklung

Laut Kim ist der Rückgang auf die dynamische wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern zurückzuführen sowie Investitionen in Gesundheit und Bildung sowie den Ausbau der sozialen Sicherungsnetze, die Millionen Menschen vor dem Rückfall in die Armut bewahrten. Bisher galten Menschen, die mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen mussten, als extrem arm. Heute liegt die Schwelle bei 1,90 Dollar.

«Diese neue Vorhersage, wonach die Armut in den einstelligen Prozentbereich zurückgeht, sollte uns neuen Schwung geben und uns helfen, uns noch klarer auf die effektivsten Strategien zur Beendigung extremer Armut fokussieren», sagte Kim.

«Grosse Hürden»

Die Uno-Mitgliedsländer einigten sich im September darauf, bis 2030 die extreme Armut in der Welt ausrotten zu wollen. Die Weltbank warnte aber, es blieben noch «grosse Hürden», bis dieses Ziel erreicht werden könne. Insbesondere bereite Sorge, dass es in vielen Ländern des südlichen Afrikas bisher nur geringe Fortschritte gebe.

(sda/dbe)

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