Die Europäische Zentralbank (EZB) rüttelt weiterhin nicht am Leitzins. Wie sie am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rats bekanntgab, belässt sie den Satz auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent.

Der Entscheid war allgemein erwartet worden, nachdem die Inflation in den 18 Euro-Ländern zuletzt wieder etwas angezogen hatte. Zudem gingen Experten davon aus, dass die EZB die neuen Prognosen ihrer Ökonomen für die Entwicklung der Inflation auf mittlere Sicht abwarten wird, die in einem Monat veröffentlicht werden.

Deflatino könnte zum Handeln auffordern

Sollten diese Prognosen die Erwartungen der Währungshüter enttäuschen und doch die Gefahr anzeigen, dass die Euro-Zone in eine gefährliche Spirale aus fallenden Preisen, fallenden Löhnen und sinkendem Verbrauch abzugleiten droht, dürfte die EZB handeln.

Den Einlagensatz, zu dem Banken kurzfristig Geld bei der Notenbank parken können, beliess die EZB bei null Prozent, der Ausleihungssatz bleibt bei 0,75 Prozent.

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Anders als üblich hielten die Notenbanker ihre Sitzung in Brüssel ab. Zweimal im Jahr trifft sich der Rat an einem anderen Ort als dem EZB-Hauptsitz in Frankfurt. Dieses Mal ist die belgische Hauptstadt an der Reihe.

(sda/dbe)