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Welthandel
EZB bewertet US-Politik als erhebliche Gefahr

Spiegelung des EZB-Turms in der Main: Trump sorgt für Sorgenfalten in Frankfurt. Keystone

Die Handelspolitik der Trump-Regierung bereitet den Notenbankern in Frankfurt Sorgen. Die EZB sieht «potenziell erhebliche negative Folgen» im Gebaren der USA.

Veröffentlicht am 21.06.2017

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor negativen Folgen einer Wende in der US-Handelspolitik. Es gebe erhebliche politische Unsicherheit hinsichtlich der Ziele der Regierung von Präsident Donald Trump, erklärte die EZB in einem am Mittwoch veröffentlichten Auszug aus ihrem neuen Wirtschaftsbericht. Dies berge «potenziell erhebliche negative Folgen für die Weltwirtschaft».

Seit seiner Amtsübernahme hat sich Trump über Formen der internationalen Zusammenarbeit verächtlich geäussert, darunter auch die Welthandelsorganisation. Dies löste Sorgen aus, dass die USA künftig Probleme ohne die Einbindung internationaler Organisationen angehen und auf eine protektionistische Handelspolitik umschwenken könnten.

Grosse Gefahren

Positiv bewertete die EZB die Politik der behutsamen Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed). Damit scheine das Risiko einer ungeordneten Verschärfung der weltweiten Finanzbedingungen gesunken zu sein. Auch seien grosse Schwellenländer nicht mehr so verwundbar.

Insgesamt blieb die EZB bei ihrer Bewertung aber vorsichtig: Sie gelangte zur Einschätzung, dass für die globalen Wirtschaftsperspektiven die Gefahren die Chancen weiterhin überwiegen.

(reuters/ise/mbü)

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