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Konjunktur
EZB-Chef: Anleihekäufe mit zögerlichen Wirkung

EZB-Chef Mario Draghi: Zögerliche Fortschritte in der Eurozone. Keystone

Die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank hat laut deren Chef Mario Draghi bisher nur bedingt Wirkung gezeigt. Firmen sowie Private investieren nur zögerlich.

Veröffentlicht am 15.05.2015

Die Massnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben nach Einschätzung von Notenbankchef Mario Draghi positive Effekte auf Investitionen, den privaten Konsum und die Entwicklung der Konsumentenpreise.

In einer Rede in Washington bekräftigte Draghi am Donnerstag (Ortszeit) erneut, dass die EZB ihr Kaufprogramm von Wertpapieren wie beschlossen fortsetzen werde. Allerdings räumte er ein, dass die Fortschritte in der Eurozone im Kampf gegen eine flaue Konjunktur und eine zu niedrige Inflation nur zögerlich einträten.

Firmen und Private riskieren wenig

«Nach beinahe sieben Jahren einer lähmenden Krise nehmen Firmen und private Haushalte nur sehr zögerlich Risiken in Kauf.» Daher werde es noch einige Zeit dauern, bis die Massnahmen der EZB zum gewünschten Erfolg führen werden, erklärte Draghi.

Die EZB kauft seit März öffentliche Anleihen in einem Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro, um die Wirtschaft der Eurozone stärker anzukurbeln und die Inflation in den gewünschten Bereich von knapp zwei Prozent anzuheben.

Umstrittenes Kaufprogramm

Das Kaufprogramm soll bis September 2016 laufen und ist auch in Kreisen der EZB nicht unumstritten. So hatte zuletzt der Chef der deutschen Bundesbank und EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann seine Einwände erneuert.

(sda/dbe/ise)

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