Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Benoit Coeure, hat die jüngste Zinssenkung der Notenbank verteidigt. «Die aktuell niedrigen Renditen für Sparer sind vor allem eine anhaltende Folge der jüngsten, tiefen Rezession und der Fragmentierung des Finanzmarktes im Euroraum», schrieb Coeure in einem Gastbeitrag für das «Handelsblatt». In diesem Umfeld seien niedrige Leitzinsen ein Instrument, das mit dem Ziel eingesetzt werde, die Preisstabilität zu wahren.

Nach Einschätzung von Coeure ist die Preisstabilität eine Grundvoraussetzung, um die Konjunktur wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen. Dagegen hätten höhere Leitzinsen «die Rezession verschärft, das Einsetzen einer Erholung verzögert und zu deflationären Risiken beigetragen», so der Notenbanker.

(awp/vst)