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QE
EZB gibt in drei Tagen zehn Milliarden Euro aus

EZB: Die Zentralbank will für 1,14 Billionen Euro einkaufen. Keystone

Quantitative Lockerung: Das sind die Zauberworte der Stunde. Die EZB hat sich kürzlich für dieses Mittel entschieden. In den ersten drei Tagen hat sie bereits 10 Milliarden Euro auf den Markt gehauen

Veröffentlicht am 12.03.2015

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihr breitangelegtes Kaufprogramm von Anleihen im Kampf gegen eine flaue Konjunktur und eine zu niedrige Inflation zügig gestartet. In den ersten drei Tagen nach dem Start des Kaufprogramms am Montag habe die Notenbank Wertpapiere im Wert von 9,8 Milliarden Euro am Markt erworben, sagte EZB-Direktor Benoit Coeure am Donnerstag auf einer Diskussionsveranstaltung in Paris. Die Laufzeit der seit Montag gekauften Papiere habe im Schnitt bei neun Jahren gelegen.

Am Montag hatte die EZB mit dem Kauf von Staatsanleihen im freien Handel begonnen. Bis zum September 2016 sollen insgesamt Wertpapiere in einem Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat gekauft werden, wobei der Anteil der öffentlichen Papiere bei etwa 47 Milliarden Euro liegen soll. «Falls nötig» könne das Kaufprogramm aber auch über den September 2016 hinaus fortgesetzt werden, sagte Coeure und bekräftigte damit frühere Aussagen aus der EZB.

Sorge um Regelgehorsam

Coeure äusserte sich zudem besorgt über die Einhaltung von Regeln in der Europäischen Union. Der Eindruck, dass grosse Länder sich die Regeln zurecht biegen könnten, sei schädlich. Die EU-Kommission war zuletzt stark kritisiert worden, weil sie Frankreich weiteren Aufschub beim Erreichen der gemeinsamen Haushaltsziele in der EU gegeben hatte.

(awp/ise/ama)

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