US-Zentralbanker Jeffrey Lacker hält die US-Wirtschaft robust genug für eine Zinserhöhung. Der Leitzins nahe Null werde der US-Konjunktur nicht gerecht und sei auch nicht länger notwendig, teilte Lacker am Samstag mit. Der private Verbrauch steige stetig, und der Arbeitsmarkt ziehe an.

Deshalb habe er am Donnerstag gegen das Festhalten an der gegenwärtigen Geldpolitik gestimmt, erklärte der Chef der US-Fed von Richmond. Die Zinsen sollten um 0,25 Prozentpunkte erhöht werden.

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Einziger Aussenseiter

Lacker gilt als Verfechter einer straffen geldpolitischen Linie und war der einzige, der am Donnerstag bei der Entscheidung nicht mitzog. Die Fed traute sich die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren noch nicht zu.

Die Führungsriege war sich mit Ausnahme Lackers einig, dass die Zeit für eine Anhebung der Zinsen noch nicht reif ist. Die Entscheidung fiel auch aus Sorge um den schwächelnden Wirtschaftsriesen China und die unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur.

Der Leitzins in den USA liegt seit der weltweiten Finanzkrise 2008 nun schon nahe Null. Die Fed hat allerdings eine Straffung noch für 2015 in Aussicht gestellt.

(awp/sda/reuters/dbe)