Ein hochrangiger US-Notenbanker hält eine Zinserhöhung im Dezember für möglich. Der Chef der Fed von Chicago, Charles Evans, sagte, dies wäre für ihn in Ordnung, wenn weiterhin die Konjunkturdaten positiv ausfielen.

Er wolle auch einen Zinsschritt im November nicht ausschliessen. Wichtiger als der Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung sei, wie es danach weitergehe. Für weitere Schritte sei es entscheidend, das die Inflation zulege und die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehe, sagte Evans. Er wird im kommenden Jahr wieder stimmberechtigt bei den Zinsentscheidungen sein.

Füsse still gehalten

Die Fed strebt eine bereinigte Teuerungsrate von 1,7 Prozent an, diese Marke wird aber seit vier Jahren nicht erreicht. Die Notenbank hatte den Leitzins im Dezember 2015 zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt angehoben, seither aber die Füsse still gehalten.

(sda/me/chb)