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Fed-Chefin bekräftigt lockere US-Geldpolitik

Janet Yellen: Die Fed-Chefin erläutert ihre Pläne für die Geldpolitik.   Keystone

Fed-Chefin Janet Yellen bekräftigte die Neuorientierung der US-Geldpolitik. Der Arbeitsmarkt sei nicht länger allein ausschlaggebend. Damit dämpfte Yellen die Erwartungen auf eine Zinsanhebung.

Veröffentlicht am 16.04.2014

US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die neue Orientierungshilfe für die Zinspolitik der Fed bekräftigt. Statt an einer konkreten Marke, nämlich einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent, will sich die Notenbank nach der neuen Richtlinie am Inflationsziel von zwei Prozent sowie an Fortschritten Richtung Vollbeschäftigung orientieren.

Je weiter die USA von den Arbeitsmarkt- und Inflationszielen entfernt seien und je langsamer man beim Erreichen dieser Punkte vorankomme, umso länger werde es bei den gegenwärtige ultraniedrigen Zinsen bleiben, sagte Yellen am Mittwoch in New York. «Wir stehen zu der Verpflichtung, die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen», sagteYellen. Der US-Leitzins liegt seit geraumer Zeit bei null bis 0,25 Prozent.

Vollbeschäftigung für 2016 erwartet

Wann die Fed die Zinsen wieder anhebe, hänge von einer Reihe von Faktoren ab, sagte Yellen. Die US-Notenbank hatte auf ihrer letzten Sitzung ihr Niedrigzinsversprechen (Forward Guidance) geändert und orientiert es nicht mehr allein am Arbeitsmarkt. Dieser bleibt aber wichtig für die Geldpolitik.

«Es steht ausser Frage, dass die US-Wirtschaft noch keine Vollbeschäftigung erreicht hat», sagte Yellen. «Die Erholung am Arbeitsmarkt verläuft enttäuschend langsam.» Vollbeschäftigung erwartet die Fed erst Ende 2016.

Zudem werde es wahrscheinlicher, dass die Inflationsrate anhaltend unter zwei Prozent bleibe, als das sie über diesen Wert steige. Eine zu niedrige Rate sei gefährlicher als ein zu hoher Preisanstieg. Das Inflationsziel von zwei Prozent müsse sowohl nach unten als auch nach oben abgesichert werden.

Yellen dämpft die Erwartungen

Mit den Aussagen dämpfte Yellen erneut Spekulationen, dass eine erste Leitzinsanhebung schon im April 2015 kommen könnte. Sie selbst hatte diese Erwartungen geschürt, als sie nach der jüngsten Zinssitzung vor der Presse sagte, dass mit einer ersten Zinsanhebung etwa ein halbes Jahr nach Einstellung der zur Konjunkturbelebung aufgelegten Anleihekäufe gerechnet werden könne. Das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank dämpfte diese Erwartungen. Auch Yellen wiederholte diese Aussagen nicht mehr.

(sda/me)

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