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Entscheid
Fed drosselt Anleihekäufe – Leitzins bleibt

Fed-Chefin Janet Yellen: Zinsen bleiben tief, Anleihenkäufe werden gedrosselt.  Bloomberg

Die US-Notenbank drosselt ihre Hilfe für die wieder erstarkte Wirtschaft. Der Ankauf von Anleihen wird weiter zurückgefahren. Die Niedrigzinspolitik will die Fed dagegen fortsetzen.

Veröffentlicht am 30.07.2014

Die US-Notenbank entzieht der kräftig anziehenden Wirtschaft weitere Milliardenhilfen. Der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss beschloss am Mittwoch wie erwartet, die Geldspritzen um weitere zehn auf 25 Milliarden Dollar zu verringern. Im Oktober soll das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren voraussichtlich auslaufen und die Wirtschaft wieder auf eigenen Beinen stehen.

Aber auch danach sollen die niedrigen Zinsen noch «geraume Zeit» die Wirtschaft ankurbeln, wie die Fed bekräftigte. Sorgen bereitet ihr allerdings noch immer der Jobmarkt. Die Arbeitslosenquote sei zuletzt zwar gefallen, doch seien die Ressourcen auf dem Jobmarkt bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Niedrigzins bleibt

Die Zinsen beliessen die Zentralbanker um Fed-Chefin Janet Yellen auf dem rekordniedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Der Zinsbeschluss erfolgte mit neun zu eins Stimmen - nur der Notenbanker Charles Plosser votierte dagegen. Die Märkte erwarten, dass die Abkehr von der Nullzinspolitik 2015 kommt.

Die Wirtschaft wuchs jedoch im zweiten Quartal 2014 mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 4,0 Prozent überraschend stark, nachdem sie zu Jahresbeginn eingebrochen war. Daher erwarten einige Experten, dass die Zinswende etwas vorgezogen wird. Yellen hatte jüngst signalisiert, dass die Notenbank auch früher reagieren könne, falls sich die Lage schneller als gedacht bessere.

(reuters/gku)

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