Die US-Notenbank sollte nach Ansicht von zwei Fed-Vertretern ihre ultralockere Geldpolitik vorerst beibehalten. Dennis Lockhart und Narayana Kocherlakota begründeten ihre Forderungen am Dienstag mit dem vergleichsweise schwachen Wachstum und den unsicheren Konjunkturaussichten. Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen seien zwar ermutigend, sagte der Chef der Fed von Atlanta, Lockhart. Die Statistik ändere die Lage aber nicht grundsätzlich. Er bekräftigte zugleich, dass die Währungshüter auf ihrer Sitzung am 17. und 18. Dezember beschliessen könnten, das Anleihenkaufprogramm zurückzufahren.

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Hintergrund der Diskussion sind die Arbeitsmarktzahlen, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. Die Unternehmen schufen im Oktober trotz des Haushaltsnotstandes deutlich mehr Stellen als erwartet. Viele Investoren befürchten deswegen, dass die Fed ihr Anleihenkaufprogramm bald einschränken könnte.

Der als geldpolitische "Taube" bekannte Fed-Vertreter Kocherlakota erklärte, die Zentralbank müsse ihre lockere Geldpolitik nicht einschränken, sondern eher verstärken. Ein Zurückfahren der Anleihenkäufe würde die wirtschaftliche Erholung belasten.

(reuters/chb)