Finanzanalysten sehen weniger schwarz für die Schweizer Wirtschaft. Im monatlichen Bericht der Credit Suisse und des deutschen Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beurteilen sie die Wirtschaftsaussichten mit minus 7,6 Punkten zwar noch negativ, aber deutlich optimistischer als im Vormonat.

Mit der Erholung im November hat der ZEW-Indikator seinen deutlichen Einbruch auf minus 30,7 Punkte im Oktober wettgemacht und erreicht praktisch den September-Stand von minus 7,7 Zählern. Gründe für die wieder optimistischere Haltung könnten die erholten Aktienmärkte und moderat bessere Daten aus Deutschland sein.

Theoretisch kein Zusammenhang

Wie die Grossbank und die Forscher mitteilten, besteht zwischen Börsenerholung und Konjunkturaussichten theoretisch kein Zusammenhang. Der positive Einfluss auf die Erwartungen der Befragten kommt den Angaben zufolge aber nicht überraschend.

Die moderat besseren Konjunkturdaten aus Deutschland zerstreuten die Sorgen über mögliche Auswirkungen der zuvor im Nachbarland registrierten Abkühlung auf die Schweiz. Dennoch ging die Einschätzung der Schweizer Konjunktur im Vergleich zum Oktober bei weiterhin positivem Saldo um 5,1 auf 20,5 Punkte zurück.

(sda/ise)

 

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