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Konjunktur

Finanzmärkte reagieren verschnupft auf italienische Regierungskrise

Mario Monti an 6. Dezember 2012. (Bild: Keystone)

Die europäischen Finanzmärkte haben mit deutlichen Abschlägen auf die Regierungskrise in Italien reagiert. Italienische Staatsanleihen und Aktien gerieten unter Druck, während sichere Anlagen wie deut

Veröffentlicht am 10.12.2012

Der Euro zeigte sich indes vergleichsweise wenig beeindruckt. Italiens Regierungschef Mario Monti, der ein aus Fachleuten bestehendes Kabinett leitet, hatte am Wochenende mangels politischer Unterstützung seinen Rücktritt angekündigt.

Am italienischen Anleihemarkt gerieten heimische Staatspapiere spürbar unter Druck. Im Gegenzug legte die Rendite zehnjähriger Titel um etwa 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent zu. Das ist deutlich mehr als Anfang Dezember, als die Rendite mit etwa 4,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen war.

Im Fahrwasser Italiens mussten auch spanische Anleihen Kursverluste hinnehmen. Die Rendite zehnjähriger spanischer Staatstitel stieg etwa halb so stark wie in Italien auf bis zu 5,6 Prozent.

In Griechenland bleibt die Lage ebenfalls angespannt. Die Regierung verlängerte die Frist für den vor einer Woche gestarteten Schuldenrückkauf, dessen Erfolg Voraussetzung für weitere Hilfsgelder ist.

Auch die europäischen Aktienmärkte reagierten mit spürbaren Abschlägen auf die politische Ungewissheit in Italien. Der italienische Leitindex FTSE MIB fiel deutlich zurück. Auch die Rally an der Schweizer und der deutschen Börse wurde gebremst. Der Schweizer Leitindex SMI konnte nach dem Jahreshoch vom Freitag die Schwelle von 6900 Punkten gerade noch halten.

(tke/chb/sda)

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