Die Steuerabwicklung für Unternehmen wird weltweit effizienter. In einer Studie des Beratungsunternehmens PwC und der Weltbank zur Einfachheit von Steuersystemen erreicht die Schweiz global den 19. Platz. Im Vergleich mit den EU- und EFTA-Staaten steht sie auf Platz 7 und wurde von Finnland überholt. Die Schweiz habe ihr Potenzial für einen attraktiven Steuerstandort noch nicht ausgeschöpft, heisst es in einer Mitteilung von PwC Schweiz am Donnerstag.

Die Steuerbelastung für Unternehmen sei mit 28,8 Prozent (Vorjahr 29,0 Prozent) in der Schweiz stabil geblieben und in der Region EU/EFTA rangiert sie damit weiter auf dem 7. Rang. An der Spitze steht hier weiter Kroatien mit 20 Prozent Steuerbelastung (18,8 Prozent). Der weltweite Durchschnitt beträgt 40,8 Prozent (40,9 Prozent).

«Die Schweiz muss sich bewegen»

Als die wichtigsten Konkurrenten der Schweiz werden Singapur, Irland, Kanada, Dänemark, Norwegen und Grossbritannien genannt. Diese würden insbesondere bei der Anzahl Steuerzahlungen deutlich besser abschneiden, heisst es in der Studie «Paying Taxes 2016». Die Anzahl der nötigen Steuerzahlungen beträgt in der Schweiz 19, was nur Rang 27 bedeutet, zusammen mit Kroatien und San Marino. Der europäische Durchschnitt liegt bei 11,5 Zahlungen.

«Die Schweiz muss sich bewegen, damit sie ein attraktiver Steuerstandort bleibt», fordert Armin Marti, Leiter Unternehmenssteuern bei PwC Schweiz, in der Studie. Die Unternehmenssteuerreform III könne dazu beitragen, dass die Schweiz insbesondere für innovative Unternehmen steuerlich attraktiv bleibe, heisst es weiter.

(awp/mbü)