Fitch hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Staates Slowenien herabgestuft. Die Bonität werde nur noch mit «BBB+» bewertet von bisher «A-», teilte die Ratingagentur mit. Sie begründete diesen Schritt mit den Risiken, die vom Bankensektor ausgingen. Sollten sich diese verschärfen, müsse sich Slowenien auf weitere Herabstufungen einstellen. Der Ausblick bleibe angesichts der hohen Kosten für die Rekapitalisierung der Finanzinstitute negativ.

Slowenien wird als nächster Kandidat für den Rettungsschirm ESM gehandelt. Um dies zu verhindern, hat sich das Land einem Reformkurs unterworfen. Die beiden größten Banken nehmen Kapitalerhöhungen vor und insgesamt 15 Staatsunternehmen sollen verkauft und die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent angehoben werden.

S&P stuft die Kreditwürdigkeit Sloweniens mit «A-» und damit etwas besser als Fitch ein. Bei Moody's ist es die Note «Ba1» und damit deutlich schlechter als Fitchs neue Bewertung.

Das Alpenland erschüttert ein Politkskandal. Im April wurde bekannt, dass sich diverse Politiker mit Staatskrediten ihre privaten Firmen finanzierten.

(chb/reuters)

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