Trotz schwacher Konjunktur melden sich immer weniger deutsche Unternehmen insolvent. Im ersten Quartal erklärten sich 6608 Firmen für zahlungsunfähig – 11,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Einen Anstieg gab es zuletzt Anfang 2010, seither sank die Zahl stetig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet im Gesamtjahr dennoch erstmals seit dem Krisenjahr 2009 mit einem Anstieg. Ein Grund dafür sei die Flutkatastrophe in Ost- und Süddeutschland, die viele Unternehmen in die Pleite getrieben habe.

Bei den Verbraucherinsolvenzen setzte sich der positive Trend fort. Hier wurden 23'087 Fälle registriert und damit 9,3 Prozent weniger als im ersten Quartal 2012. Die voraussichtlich offenen Forderungen der Gläubiger an Unternehmen und Privatpersonen bezifferten die Gerichte für das erste Quartal auf 8,1 Milliarden Euro. Das waren 1,9 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor.

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(vst/aho/reuters)