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Franken-Kredite: Polens Politik ist milde gestimmt

Bank in Polen: Sie sollen die Kosten für überfällige Franken-Kredite tragen. Bloomberg

Die milliardenhohen Frankenkredite kommen Grossbanken in Polen wohl weniger teuer zu stehen als befürchtet: Polens Oberhaus will den Banken nur die Hälfte der Kosten aufbürden - statt 90 Prozent.

Veröffentlicht am 04.09.2015

Hoffnungsschimmer für Commerzbank und Raiffeisen Bank International in Polen: Das Oberhaus des polnischen Parlaments hat das umstrittene Gesetz um Umtausch von Franken-Krediten in Zloty abgemildert, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Der Entwurf sieht nun vor, dass Banken 50 Prozent der Kosten aus der Zwangskonvertierung tragen müssen und nicht wie zuletzt von Unterhaus geplant 90 Prozent.

Im Fokus stehen dabei Kredite von gut 34 Milliarden Euro - das entspricht acht Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Viele Kunden hatten die Franken-Darlehen begierig aufgenommen, haben nach dem Kursverfall des Zloty zur Schweizer Währung nun aber Probleme bei der Rückzahlung.

Banken wollen sich wehren

Das Parlament will die Banken zwingen, die Darlehen in Zloty-Hypotheken umzutauschen. Die Banken hatten angekündigt, sich dagegen zu wehren. Was auf die Institute tatsächlich zukommt, ist jedoch noch offen: Denn nun geht der Gesetzesentwurf wieder zurück an das Unterhaus, das ihn jüngst verschärft hatte.

(sda/mbü/hon)

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