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Franken-Untergrenze: Gewerkschaft verlangt nach höherem Schutzwall

Die Gewerkschaft Unia will, dass die SNB die Franken-Untergrenze anhebt. (Bild: Keystone)

Die Gewerkschaft Unia fordert die Schweizerische Nationalbank dazu auf, die Franken-Untergrenze zu erhöhen. Darüber hinaus gehen die Gewerkschafter mit Christoph Blocher und Oswald Grübel auf Konfront

Veröffentlicht am 16.06.2012

 

Die Delegierten der Gewerkschaft Unia bekräftigen angesichts der Diskussion über den Frankenkurs ihre Forderung nach einer höheren Untergrenze. Die Gegner eines Mindestkurses bezeichnet die Gewerkschaft als «Arbeitsplatz-Killer».

Der Vorschlag aus Finanzkreisen, die Nationalbank solle den Schweizer Franken wieder voll dem Markt überlassen, sei verantwortungslos, hält die Unia am Samstag nach ihrer Delegiertenversammlung fest. Deshalb hätten die 130 Delegierten eine Resolution verabschiedet.

Ein Aufgeben der Mindestgrenze würde zehntausende Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden, heisst es in der Resolution. Das Ziel der Gewerkschaft bleibe «ein realistischer Kurs von gegen 1.40 Franken». Zumindest müssten die Nationalbank und der Bund die heutige Untergrenze «mit aller Kraft» verteidigen.

Das will die Nationalbank auch tun, wie sie zuletzt in dieser Woche bekräftigte. Angesichts der Verschärfung der Euro-Krise und weil die SNB im Mai Dutzende Milliarden zur Verteidigung einsetzen musste, waren zuvor Stimmen gegen die Untergrenze laut geworden.

(muv/sda)

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