Der Schweizer Regierung bereitet der anhaltende Höhenflug des Franken Sorgen. Zwar habe die eidgenössische Währung im Vergleich zum Euro zuletzt leicht an Boden verloren, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag in Genf. Vielen Schweizer Unternehmen mache der starke Franken aber grosse Schwierigkeiten. Daher beobachte die Regierung die Situation.

«Bislang ist der Bundesrat der Meinung, dass wir keine speziellen Massnahmen, keine Notmassnahmen ergreifen müssen. Aber wie gesagt, wir müssen das beobachten, sagte sie. Ihr Augenmerk wolle die Regierung dabei auch darauf legen, ob Firmen wegen des starken Franken einen Bogen um die Schweiz machten.

An Rezession vorbeigeschrammt

Die Schweizer Nationalbank (SNB) hatte Mitte Januar nach mehr als drei Jahren ihren Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken abgeschafft. Für den überraschenden Schritt musste die Notenbank viel Kritik einstecken. Der Franken stieg im Anschluss sprunghaft an. Zwischenzeitlich kostete ein Euro deutlich weniger als einen Franken - was Schweizer Waren im Ausland teuer und weniger konkurrenzfähig macht.

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Im zweiten Quartal schrammte das Land an einer Rezession vorbei. Mittlerweile kostet die Gemeinschaftswährung 1,0927 Franken.

(reuters/dbe/hon)