Frankreich geht für 2015 und 2016 von einem niedrigeren Haushaltsdefizit aus. Für dieses Jahr werde eine Quote von genau 3,8 Prozent erwartet, teilte die Regierung mit. Bislang wurde ein Wert etwa in dieser Höhe erwartet.

Im kommenden Jahr gehe man nun von einem Defizit von 3,3 Prozent statt bislang 3,6 Prozent aus. Nach wie vor erwartet die Regierung in Paris, 2017 unter die EU-Grenze von drei Prozent zu rutschen. Frankreich hat in der Vergangenheit wiederholt seine Defizitziele verpasst.

Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert

Ende Februar hatte die EU-Kommission der sozialistischen Regierung in Paris diesen zweijährigen Aufschub gewährt. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici forderte aber, dass Frankreich bis April einen Reformplan vorlegt. Die EU-Kommission will diesen dann im Mai prüfen.

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Nach unten korrigierte das Finanzministerium auch die Prognosen für sein Wirtschaftswachstum in den kommenden beiden Jahren. Für 2016 und 2017 geht es noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 1,5 Prozent aus.
 

Zuvor war für kommendes Jahr ein Wachstum von 1,7 Prozent und für 2017 eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent anvisiert worden. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr in Höhe von einem Prozent behielt Finanzminister Michel Sapin bei.

(sda/dbe/ama)